Übersicht School FabLab

 

Die Maker Education, auch als "Lernen durch Machen" bekannt, basiert auf pädagogischen Prinzipien, die von verschiedenen Bildungstheoretikern inspiriert sind, darunter Maria Montessori, John Dewey, Donald Schön und Neil Gershenfeld.

Maria Montessori betonte die Bedeutung einer ganzheitlichen Bildung, die den Kopf (Intellekt), das Herz (Emotionen) und die Hand (praktische Fähigkeiten) einbezieht. In der Maker Education wird dieser Ansatz aufgegriffen, indem Schüler durch praktische, handlungsorientierte Aktivitäten nicht nur intellektuell gefordert werden, sondern auch emotionale und praktische Fähigkeiten entwickeln. Dieser holistische Ansatz fördert eine tiefgreifende Verbindung der Schüler mit dem Lernstoff und stärkt ihre individuellen Fähigkeiten und Talente.

John Dewey betonte die Bedeutung des "Learning by Doing" – des Lernens durch aktive Teilnahme und Erfahrung. In der Maker Education wird dieser Ansatz umgesetzt, indem Schüler in kreativen Prozessen involviert werden, bei denen sie Probleme identifizieren, Lösungen entwickeln und ihre Ideen konkret umsetzen. Durch praktische Erfahrungen werden nicht nur theoretische Kenntnisse gefestigt, sondern auch kritisches Denken, Problemlösungsfähigkeiten und Teamarbeit gefördert.

Sandra Schön betonte die Wichtigkeit von Reflexion und kritischem Denken im Bildungsprozess. In der Maker Education wird Schöns Idee aufgegriffen, indem Schüler dazu ermutigt werden, ihre Erfahrungen zu reflektieren, Herausforderungen zu analysieren und kontinuierlich ihre Denkweise zu verbessern. Der Prozess des "Machens" wird nicht nur als Mittel zur Anwendung von Wissen betrachtet, sondern auch als Möglichkeit zur ständigen Weiterentwicklung von Fähigkeiten und zur Entwicklung eines reflektierten Lernenden.

Neil Gershenfeld, ein Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT), prägte den Begriff "FabLab" (Fabrication Laboratory) und entwickelte den Kurs "How to Make Almost Anything". Sein Ansatz betont die Idee, dass Menschen, unabhängig von ihrer Vorbildung, in der Lage sind, praktisch alles herzustellen. Diese Konzeption floss stark in die Maker Education ein und unterstreicht den Zugang zu modernen Technologien und Werkzeugen als Mittel zur kreativen Selbstentfaltung.

In den FabLabs, die aus Gershenfelds Ideen entstanden sind, erhalten Lernende Zugang zu fortschrittlichen Fertigungstechnologien wie 3D-Druckern, Laser-Cuttern und CNC-Fräsen. Dies ermöglicht nicht nur die Umsetzung von Ideen in konkrete Objekte, sondern fördert auch die Entwicklung von technologischen Fähigkeiten. Die Verbindung von digitalen Technologien mit handwerklichem Geschick erweitert das Spektrum der Lernmöglichkeiten in der Maker Education erheblich.

Die Integration von Gershenfelds Ansatz in die Maker Education hebt die Bedeutung der Digitalisierung und Technologie hervor und ermöglicht Schülern, sich mit aktuellen und zukünftigen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Das Konzept des "How to Make Almost Anything" betont die Demokratisierung von Fertigungsmöglichkeiten und fördert die Idee, dass kreatives Schaffen und Innovation für jedermann zugänglich sein sollten.

Die Verbindung dieser Ansätze in der Maker Education, von Montessoris ganzheitlichem Ansatz über Deweys Learning-by-Doing bis hin zu Gershenfelds FabLab-Idee, schafft einen umfassenden Bildungsrahmen. Dieser erlaubt es den Lernenden, nicht nur Wissen zu erwerben, sondern auch kreativ zu denken, praktische Fertigkeiten zu entwickeln, moderne Technologien zu verstehen und ihre individuellen Interessen zu verfolgen. So werden sie auf eine vielfältige und sich ständig verändernde Welt vorbereitet.

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